Ähnliche, reißerische Schlagzeilen verlocken oft dazu, Eierschalen im Haus oder Garten zu verwenden. Eierschalen bestehen zu über 90 % aus Kalziumkarbonat (CaCO₃), enthalten aber auch Magnesium, Phosphor und andere Mineralien.
Durch Abkochen und Weiterverarbeiten der Schalen lassen sich gleich mehrere Probleme lösen:
- Schluss mit saurem Boden und schlechter Ernte (Für Gärtner)
Regelmäßiges Abkochen der Schalen (ca. 10–15 Minuten) desinfiziert sie und entfernt Eiweißreste und Krankheitserreger (wie z. B. Salmonellen).
Schalenbrühe als Dünger: Das Kochwasser nicht wegschütten! Es enthält ausgelaugtes Kalzium. Nach dem Abkühlen Tomaten, Paprika, Gurken oder Zimmerpflanzen damit gießen. Dies verhindert beispielsweise das Schwarzwerden der Tomatenspitzen (Nekrose), das durch Kalziummangel verursacht wird.
Gemahlenes Mehl: Gekochte und getrocknete Eierschalen zu feinem Pulver vermahlen. Dieses Pulver eignet sich hervorragend zur Neutralisierung von saurem Boden in Blumenbeeten.
- Schluss mit… Angebranntem und Ablagerungen (in der Küche)
Gekochte und grob zerstoßene Eierschalen sind ein hervorragendes, 100 % natürliches und ökologisches Scheuermittel.
Bestreuen Sie angebrannte Töpfe, Pfannen oder Backbleche mit zerstoßenen Eierschalen und einem Tropfen Spülmittel und reinigen Sie sie anschließend mit einem Schwamm – ganz ohne aggressive Chemikalien.
Geben Sie zerstoßene Eierschalen mit etwas Wasser und Spülmittel in eine schmale Glasvase oder Karaffe und schütteln Sie diese gründlich. So lassen sich Kalkablagerungen auch an schwer erreichbaren Stellen mühelos entfernen.
Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetz