3. Der Mythos vom „giftigen“ zweiten Aufkochen
Oft liest man in solchen Artikeln die Warnung, dass mehrmals aufgekochtes Wasser „giftig“ oder krebserregend wird, weil sich Schadstoffe wie Nitrat oder Fluorid konzentrieren. Das ist wissenschaftlich gesehen Unsinn.
Zwar verdunstet beim Kochen ein minimaler Teil des Wassers, wodurch die Konzentration von Mineralien im Restwasser theoretisch minimal steigt. Bei normalem Leitungswasser ist dieser Effekt jedoch so winzig, dass er absolut harmlos ist. Auch Schadstoffe aus dem Material des Kochers (wie Nickel oder Plastik-Weichmacher) lösen sich bei modernen, geprüften Geräten nicht in gefährlichen Mengen.
Fazit: Man bringt sich nicht in Gefahr, wenn man den Wasserkocher „falsch“ bedient – aber man wirft bares Geld für Strom aus dem Fenster und sorgt dafür, dass das Gerät schneller verkalkt.