Expertentipp Nr. 5: Gönnen Sie sich eine Pause (ahmen Sie die Jahreszeiten nach).
Friedenslilien blühen natürlicherweise im Frühling und Sommer. Sie benötigen im Herbst und Winter eine Ruhephase, um Energie für den nächsten Blühzyklus zu sammeln.
Das Problem: Wenn in Ihrem Zuhause das ganze Jahr über die gleiche Temperatur und Lichtintensität herrscht, erhält Ihre Friedenslilie möglicherweise nie das Signal zum Blühen.
Die Lösung: Die Jahreszeiten nachahmen.
- Herbst/Winter (Ruhephase): Weniger gießen (die Erde zwischen den Wassergaben etwas antrocknen lassen). Nicht mehr düngen. An einen etwas kühleren Ort stellen (15–18 °C). Ein verlangsamtes Wachstum ist normal und erwünscht.
- Spätwinter/Frühling (Erwachensphase): Gießen Sie die Pflanze allmählich häufiger. Stellen Sie sie an einen helleren Standort. Düngen Sie die Pflanze wieder. Dies ahmt den natürlichen Übergang von der Trockenzeit zur Regenzeit nach und regt die Blüte an.
Profi-Tipp: Beginnen Sie etwa 6–8 Wochen vor dem gewünschten Blühtermin mit der Vorbereitung der Pflanze. Viele Friedenslilien blühen innerhalb von 2–3 Monaten.
Expertentipp Nr. 6: Umtopfen, wenn nötig (aber nicht zu oft).
Friedenslilien blühen am besten, wenn sie etwas eingewurzelt sind. Wenn man sie zu oft umtopft (oder in einen zu großen Topf), konzentriert sich die Pflanze auf das Wurzelwachstum anstatt auf die Blütenbildung.
Das Problem: Eine Friedenslilie in einem zu großen Topf steckt all ihre Energie in die Wurzelbildung. Man bekommt zwar üppige Blätter, aber keine Blüten.
Die Lösung: Topfen Sie die Pflanze erst um, wenn die Wurzeln sichtbar zu eng stehen (aus den Abflusslöchern herauswachsen oder sich kreisförmig um die Erdoberfläche legen). Wählen Sie beim Umtopfen einen Topf, der nur 2,5 bis 5 cm größer im Durchmesser ist.
Anzeichen dafür, dass es Zeit zum Umtopfen ist:
- Wurzeln, die aus den Abflusslöchern hervortreten
- Das Wasser fließt ungehindert durch, ohne einzusickern.
- Die Pflanze welkt häufig (die Wurzeln können nicht genügend Wasser aufnehmen).
- Der letzte Bericht liegt 2-3 Jahre zurück.
Beste Zeit zum Umtopfen: Frühling, kurz vor der Wachstumsperiode.
Profi-Tipp: Beim Umtopfen den Wurzelballen vorsichtig auflockern und abgestorbene oder verfaulte Wurzeln entfernen. Frische, gut durchlässige Blumenerde verwenden (normale Blumenerde gemischt mit Perlit oder Orchideenrinde).
Expertentipp Nr. 7: Verbrauchte Blüten entfernen (Energie umleiten)
Verblühte Friedenslilienblüten verfärben sich grün und schließlich braun. Sie an der Pflanze zu lassen, verschwendet Energie, die für neue Blüten genutzt werden könnte.
Das Problem: Die Pflanze versorgt eine absterbende Blüte weiterhin mit Nährstoffen.
Die Lösung: Verblühte Blüten am Stängelansatz (so nah wie möglich am Boden) abschneiden. Verwenden Sie dazu eine saubere, scharfe Schere oder Gartenschere.
So erkennen Sie verblühte Blüten: Die weiße Spatha verfärbt sich grün, dann braun und vertrocknet schließlich. Schneiden Sie sie ab, sobald sie welk aussieht.
Profi-Tipp: Entfernen Sie außerdem alle gelben oder beschädigten Blätter. Dadurch wird die Energie in gesundes Wachstum und die Blüte gelenkt.
Bonus-Tipp: Geduld (Blumen brauchen Zeit)
Friedenslilien blühen nicht auf Knopfdruck. Selbst bei optimaler Pflege kann es Monate dauern, bis eine Friedenslilie ihre erste (oder nächste) Blüte hervorbringt.
Der Zeitablauf:
- Nach Behebung von Problemen mit Licht, Wasser und Düngung: Mit der Blüte ist in 2 bis 6 Monaten zu rechnen.
- Nach dem Umtopfen: Die Pflanze benötigt möglicherweise eine Saison, um sich anzupassen. Haben Sie Geduld.
- Ausgewachsene Pflanzen blühen leichter als junge. Wenn Ihre Friedenslilie noch klein ist (weniger als 30 cm hoch), geben Sie ihr Zeit zum Wachsen.
Gib nicht auf! Wenn deine Friedenslilie gesund ist (grüne Blätter, stetiges Wachstum), machst du etwas richtig. Die Blüten werden kommen.
Häufige Probleme mit der Einblatt (und Lösungen)
Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetz