Keimkartoffeln: Sind sie unbedenklich zum Verzehr?

Das ist eine der wichtigsten Fragen in der Küche, denn hier geht es nicht nur um Geschmack, sondern um echte Lebensmittelsicherheit. Die kurze Antwort lautet: Es kommt auf die Länge der Keime und den Zustand der Knolle an.

Kartoffeln enthalten natürliche Giftstoffe, sogenannte Glykoalkaloide (hauptsächlich Solanin). Dieses dient der Pflanze als Abwehrstoff gegen Schädlinge und konzentriert sich besonders in den Keimen und grünen Stellen.

Hier ist die Checkliste, ob du sie noch essen kannst:

1. Wann sind sie noch unbedenklich?

Du kannst die Kartoffeln essen, wenn:

  • Die Keime noch ganz kurz sind (weniger als 1 cm).
  • Die Kartoffel selbst noch prall und fest ist.
  • Es keine großflächigen grünen Verfärbungen gibt.

Was du tun musst: Schneide die Keime und den “Augenansatz” (die Stelle, aus der der Keim wächst) großzügig aus.

2. Wann solltest du vorsichtig sein?

Wenn die Keime länger als 2 bis 3 cm sind:

  • Die Kartoffel hat bereits viel Kraft und Feuchtigkeit in den Keim gesteckt.
  • Der Solaningehalt in der Knolle steigt an.
  • Wichtig: Diese Kartoffeln solltest du auf keinen Fall mit Schale essen. Schäle sie dick ab, da das Solanin direkt unter der Schale sitzt. Das Kochwasser solltest du danach wegschütten (Solanin ist wasserlöslich und hitzebeständig).

3. Wann gehören sie in den Müll (oder den Kompost)?

Wirf die Kartoffel weg, wenn:

  • Die Keime sehr lang und zahlreich sind.
  • Die Knolle weich, schrumpelig oder schwammig ist.
  • Die Kartoffel großflächig grün ist.

Warum ist Solanin gefährlich?

 

Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetz

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