3. Der Lilienhähnchen-Check (Tägliche Kontrolle)
Der Juni ist die Hochsaison für den größten Feind der Lilie: das Lilienhähnchen. Dieser leuchtend rote Käfer und seine gefräßigen Larven können Knospen und Blätter innerhalb weniger Tage komplett kahlfressen.
- Abhilfe: Kontrollieren Sie die Pflanzen am besten morgens. Sammeln Sie die roten Käfer konsequent ab. Schauen Sie auch unter die Blätter: Entdecken Sie dort bräunlich-schleimige Klumpen (die Larven), streifen Sie diese mit einem Tuch ab oder spritzen Sie die Pflanze mit einem härteren Wasserstrahl ab.
4. Stützen und verblühte Reste entfernen
Einige Liliensorten (wie die majestätischen Baumlilien oder Orient-Lilien) werden weit über einen Meter hoch. Die schweren Blütenköpfe bringen die Stängel im Juni schnell zum Biegen oder Brechen.
- Sichern: Stecken Sie rechtzeitig einen unauffälligen Bambus- oder Holzstab neben den Stängel und binden Sie ihn locker mit Bast fest.
- Während der Blüte: Schneiden Sie einzelne, verblühte Blüten sofort heraus. Dadurch verhindert die Pflanze, dass sie Energie in die Samenbildung steckt, und leitet die Kraft stattdessen in die noch geschlossenen Knospen um.
Wichtig für den Schnitt: Wenn Sie Lilien für die Vase schneiden möchten, schneiden Sie den Stängel maximal bis zur Hälfte ab. Die verbleibenden grünen Blätter braucht die Zwiebel dringend, um per Fotosynthese Kraft für das nächste Jahr zu sammeln.