Hortensien: Anbau, Pflege und Standort – im Topf oder im Garten.

 

Hortensien pflanzen und durch Stecklinge vermehren

Wenn Sie Hortensien von Grund auf selbst heranziehen möchten, können Sie im Fachhandel junge Containerpflanzen kaufen oder die Vermehrung über Stecklinge im Spätsommer selbst ausprobieren. Schneiden Sie dafür einen gesunden, etwa 15 Zentimeter langen Trieb ohne Blütenknospen direkt unterhalb eines Blattknotens ab. Entfernen Sie die unteren Blätter komplett, halbieren Sie die verbleibenden oberen Blätter zur Reduzierung der Verdunstung und stecken Sie den Steckling in ein feuchtes Gemisch aus Torf und Sand. Halten Sie das Substrat unter einer Folienhaube gleichmäßig feucht – bereits nach wenigen Wochen bilden sich die ersten eigenen Wurzeln. Gekaufte oder selbst gezogene Jungpflanzen werden idealerweise im zeitigen Frühjahr oder im Herbst ins Freiland umgetöpft.

Der gewählte Standort entscheidet maßgeblich über den gärtnerischen Erfolg: Hortensien lieben den Halbschatten. Ein Platz, der Schutz vor der brennenden Mittagssonne und starkem Wind bietet, ist perfekt. Zu viel pralle Sonne führt schnell zu unschönen Verbrennungen an Blättern und Blüten, während ein zu schattiger Standort die Knospenbildung stark unterdrückt. Für das Gießen gilt die goldene Regel: Der botanische Name „Hydrangea“ (Wassergefäß) ist Programm. Die Pflanzen benötigen insbesondere im Sommer sehr viel kalkarmes Wasser (wie aufgefangenes Regenwasser). Der Boden sollte stets feucht, aber niemals klatschnass sein, um schmerzhafte Wurzelfäule zu vermeiden. Gießen Sie zudem immer direkt an die Basis und vermeiden Sie es, Blätter und Blüten zu benässen, um der Ausbreitung von Pilzkrankheiten vorzubeugen. Weitere Tipps zur richtigen Bewässerung finden Sie in unserer Kategorie [Richtig Gießen im Sommer] auf unserer Seite.

Düngen, Schneiden und das Geheimnis der blauen Blütenfarbe

 

Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetz

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