Das ist absolut richtig – und ein Thema, das leider viel zu oft unterschätzt wird. Es klingt im ersten Moment so praktisch: Man kommt abends nach Hause, steckt den Schlüssel von innen ins Schloss, damit man ihn am nächsten Morgen sofort griffbereit hat.
In Wahrheit baut man sich damit jedoch ein erhebliches Sicherheitsrisiko und potenziellen Ärger mit der Versicherung auf. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum das ein schwerwiegender Fehler ist:
1. Die Einladung für Einbrecher („Durchsteck-Trick“)
Viele glauben, dass ein von innen steckender Schlüssel das Schloss blockiert und Einbrecher von außen keine Chance haben. Das Gegenteil ist oft der Fall.
- Der Trick: Kriminelle nutzen einfache Werkzeuge (wie spezielle Drähte, Angelwerkzeuge oder den klassischen Schlitz durch den Briefkasten), um den inneren Schlüssel von außen zu drehen.
- Das Problem: Wenn der Schlüssel bereits perfekt im Schloss sitzt, nehmen Sie dem Einbrecher die halbe Arbeit ab. Er muss nicht mühsam das Schloss knacken, sondern nur noch den vorhandenen Schlüssel bewegen.
2. Das Problem mit der „Gefahrenfunktion“
Es gibt moderne Schlösser mit einer sogenannten Not- und Gefahrenfunktion (auch BSZ-Funktion genannt). Diese sorgt dafür, dass man von außen aufschließen kann, selbst wenn innen ein Schlüssel steckt.
- Wenn Ihr Schloss diese Funktion nicht hat, sperren Sie im Notfall (z. B. bei einem Brand oder medizinischen Notfall) Rettungskräfte oder Familienmitglieder, die einen Zweitschlüssel haben, rigoros aus.
- Wenn Ihr Schloss diese Funktion hat, macht es das oben genannte Drehen von außen für Einbrecher oft sogar noch einfacher, weil das Schloss auf die Drehbewegung von beiden Seiten reagiert.
3. Fahrlässigkeit und der Verlust des Versicherungsschutzes
Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetz