Das klingt nach dem perfekten Klickhit für jeden Garten-Kanal! Aber hinter diesen reißerischen Überschriften steckt im Juni tatsächlich ein ganz entscheidender botanischer Wendepunkt. Im Juni schalten Tomaten nämlich vom reinen Wachstum auf Blüten- und Fruchtbildung um.
Wenn du ihnen jetzt den falschen Dünger gibst, wächst nur das Laub, aber Früchte siehst du kaum. Gibst du ihnen das Richtige, explodiert die Ernte.
Hier ist der geheime (und wissenschaftlich begründete) Fahrplan für deine Tomaten im Juni:
1. Das Geheimnis im Juni: Weniger Stickstoff, mehr Kalium und Phosphor!
Viele greifen jetzt reflexartig zu klassischer Brennnesseljauche. Stop! Brennnesseljauche ist extrem stickstoffreich. Das ist super im Mai für das Blattwachstum. Im Juni führt zu viel Stickstoff aber dazu, dass die Pflanze “ins Kraut schießt” – sie baut riesige grüne Blätter, bildet aber kaum Blüten.
Das ist jetzt der wahre Gamechanger:
- Beinwelljauche: Der absolute Star im Juni. Beinwell (eine Wildpflanze) enthält riesige Mengen an Kalium. Kalium transportiert die Energie direkt in die Blüten- und Fruchtbildung und macht die Tomaten aromatisch.
- Organischer Tomatendünger oder Schafwollpellets: Falls du keine Jauche ansetzen willst. Diese Dünger geben Nährstoffe langsam ab und haben das perfekte Verhältnis für die Fruchtphase.
- Gesteinsmehl: Eine Handvoll rund um die Pflanze in die Erde eingearbeitet liefert wichtiges Calcium. Das verhindert die gefürchtete Blütenendfäule (schwarze Flecken unten an den Tomaten).
2. Der “Ergebnis-Verdoppler”: Regelmäßig Geizen und Schütteln
Das Rezept wird auf der nächsten Seite fortgesetz